Des Kaisers neuer Eintopf (Gugong)

Designer: Andreas Steding

Artist: Andreas Resch

Publisher: Game Brewer


Eine Reise in die geheimnisvolle chinesische Küche. Ein altes Rezept aus der Zeit des chinesischen Mauerbaus. Zu dritt haben wir uns probiert. Korruption hat der Kaiser von China bei Todesstrafe verboten, da diese Überhand genommen hat. Unsere einflussreiche Familie möchte trotzdem eine Audienz beim Kaiser erlangen. Darum geht es bei Gugong. Siegpunkte sammeln und beim Kaiser vorsprechen.


Hierzu haben wir Arbeiter (Diener), die wir auf verschiedenen Aktionsfeldern einsetzen können. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn hier kommt der erste tolle Kniff ins Spiel, den sich Andreas Steding hat einfallen lassen. Um eine Aktion wie Intrige oder Handel auf dem Fluss ausführen zu dürfen, müssen zuerst Geschenke mit dem zuständigen Beamten ausgetauscht werden. Da Korruption verboten ist, bekommen wir also auch ein Geschenk von dem Beamten zurück. Natürlich muss unser Geschenk aber etwas wertvoller sein. Sonst kann ich die Aktion nicht machen. Hierzu muss man eine Geschenke-Karte mit der bereits auf der Aktion liegenden austauschen. Die vom Beamten genommene lege ich auf meinen Ablagestapel und habe sie in der nächsten Runde auf der Hand. Ein super Mechanismus. Man muss sich genau überlegen, welche Karten man auf der Hand behält und für welche Aktion man diese eintauscht. Zusätzlich bestimmen die Handkarten auch wie viele Aktionen man pro Runde überhaupt machen kann. Natürlich kann man seine Hand auch im Laufe des Spiels aufstocken.


Weiterhin positiv aufgefallen ist mir, dass es eine Aktion gibt, die während des laufenden Spiels nicht viel einbringt. Mit dieser Aktion setzt man seinen Boten im Kaiserpalast um ein Feld näher an den Kaiser heran. Die Aktion wird zum Ende des Spiels aber sehr wichtig. Sollte man mit seinem Boten den Kaiser nicht erreicht haben fällt der Spieler auf null Punkte zurück. In der vierten Runde wurde hastig noch diese Aktion genutzt um den Boten voranzutreiben. Echt ein schöner Kniff.

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Die Interaktion gefällt mir gut in diesem Spiel. Seine Aktionen kann man nicht komplett durchplanen. Allzu oft belegt ein anderer Spieler eine Aktion mit einer teureren Geschenke-Karte und ich kann diese, aufgrund meiner billigen Geschenke auf der Hand, nicht mehr nutzen. Gugong besitzt eine angenehme Spieldauer. Mit Erklärung waren wir in eineinhalb Stunden fertig. Einmal verstanden, sind die Symbole auf den vielen Plättchen dann selbsterklärend. Ein schönes Artwork hat Andreas Resch da gezaubert. Der Spielplan ist sehr übersichtlich und die Aktionen werden in einem kleinen Feld nochmal mit Symbolen erklärt.


Ein genussvoller Abstecher in die chinesische Küche. Ich möchte noch einiges mehr über die möglichen Stragien erfahren und ebenso wie es sich mit anderen Spielerzahlen spielt. Auch den Solo-Modus möchte ich noch testen. Hier werden definitiv noch weitere Partien folgen.