Extravagante Jambalaya (Captains of the gulf)

Designer: Jason Dinger

Artists: Harald Lieske

Publisher: Spielworxx


Zu dritt haben wir uns an dieses schwere Gericht gewagt. Zu einer gesunden Ernährung gehören natürlich auch Fisch bzw. Meeresfrüchte. Um diese geht es in Captains of the Gulf nämlich. Jedem Spieler gehört ein kleiner Kutter, mit dem er rausfahren kann, um Krabben, Muscheln und Krebse zu fangen. Gespielt wird über acht Runden, die acht Wochen repräsentieren. Die einzelnen Meeresfrüchte, mit einer unterschiedlichen Wertigkeit, verteilen sich auf dem Spielplan in einzelnen Hexfeldern. Die Aktionen werden über ein Aktionsrad gesteuert. Zusätzlich kann man an seinem Kutter Ausbauten vornehmen und Personal anheuern. Sobald man mit seinem Kutter zufrieden ist, fährt man hinaus, fängt Meeresfrüchte und bringt sie zum Hafen zurück um sie zu verkaufen.

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Spielplan (der Würfel gehört nicht dazu)

Positiv aufgefallen sind mir die Karten, die einen unterschiedlichen Nutzen haben. Man kann sie als Personal, Fanglizenzen oder Ausbauten an den Kutter anlegen. Man braucht sie aber auch, um auf hoher See die entsprechenden Meeresfrüchte fangen zu können. Man hat zu Beginn sechs Handkarten und muss sich genau überlegen, wozu man die Karten einsetzt. Ausbauten und Personal anheuern kann man natürlich nur im Hafen durchführen. Nicht nur einmal passierte es, dass ein Spieler sich auf hoher See befand und nicht die passenden Fanglizenzen oder Fangkarten hatte, um die ersehnten Meeresfrüchte zu fischen. Da muss man seinen Zug genau durchplanen.

Die Meeresfrüchte an den Fangplätzen verbrauchen sich und wachsen nur langsam nach. Hier kommt die Interaktion ins Spiel. Es beginnt nämlich ziemlich schnell ein entsprechender Wettlauf um die wertvollsten Meeresfrüchte. Ist man zu spät am entsprechenden Fanggebiet, ist vielleicht schon alles leergefischt. Zudem ist der Treibstofftank zu Beginn noch klein und man kann nicht so weit hinausfahren um noch einen anderen Fangplatz aufzusuchen. Diese Art von Interaktion gefällt mir sehr gut.

Um das Planen noch schwieriger zu machen hat man zu Beginn eine und nach der vierten Runde zwei Bonuswürfel. Mit den Würfeln kann man Bonusaktionen im Hafen und einige auch auf See machen. Diese sind sehr mächtig und ersetzen teilweise ganze Aktionen. Im Wettlauf um die besten Fangplätze kann man hier schnell mal jemanden überholen.

Die Erstpartie war sehr lang bei uns. Drei Stunden waren schon an der Grenze des zumutbaren. Aber hierbei muss man viel Planen und kann sich durch Unachtsamkeiten seinen kompletten Zug versauen. Da wir jetzt die Regeln kennen werden die Folgepartien bestimmt schneller. Denn Folgepartien wird es geben. Captains of the Gulf vermittelt ein herrliches Spielgefühl. Dazu trägt auch das grandiose Artwork von Harald Lieske bei. Wir fühlten uns wie Lieutenant Dan auf der Jenny von Forrest Gump. Die Fischerei nach Meeresfrüchten ist wie eine Schachtel Pralinen….

Wohl bekomms!