Gemüseeintopf aus Island (Reykholt)

Spieldesign: Uwe Rosenberg

Illustrationen: Klemenz Franz, Lukas Siegmon

Verlag: Frosted Games

Wir schlüpfen in die Rolle von Gemüsebauern auf Island und versuchen den Touristen möglichst viele und unterschiedliche Gemüsesorten aufzutischen. Bereits seit den 30er Jahren gibt es auf Island beheizte Gewächshäuser. Hierfür wird die kostengünstige Erdwärme angezapft. Vor allem die Tomaten sind ein Tourismusmagnet geworden.


Fünf verschiedene Gemüse können im Spiel angebaut werden: Tomaten, Salat, Pilze, Blumenkohl und Karotten. In der Aktionsphase werden Arbeiter auf Aktionsfeldern platziert und die Aktionen direkt ausgeführt. Wer „Ein Fest für Odin“ kennt, wird sich hier gleich heimisch fühlen. Ich kann, in guter Rosenberg-Manier, Gewächshäuser bauen, Ausäen, Ernten oder Rohstoffe nehmen. Nach der Erntephase müssen die Touristen mit Essen versorgt werden. In aufsteigender Reihenfolge möchten die Touristen von jedem Gemüse etwas haben. Zunächst von jedem Gemüse ein Exemplar, danach zwei und so weiter und so weiter. Die Anforderungen sind auf Tischen aufgedruckt die um das Spielfeld angeordnet sind. Hier schreite ich mit meinem Siegpunktmarker voran. Sieger ist natürlich wer am Ende am weitesten vorne steht.

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Spielaufbau im Zwei-Spieler-Spiel

Reykholt hat mir bisher gut gefallen. Ein typischer Rosenberg der nichts Neues erfindet, aber viel Altbekanntes gut neu aufsetzt. Ich hab mich jedenfalls sofort heimisch gefühlt. Interaktion gibt es genug. Die Arbeiter blockieren nämlich die Aktionsfelder und auf denen ist nur für einen Arbeiter Platz. Dennoch hat man genug Möglichkeiten auszuweichen, falls gerade die gewünschte Aktion blockiert wurde. Schön ist hierbei auch, dass es einen Spielplan für Solospieler und zwei Spieler gibt und einen für drei und vier Spieler. Auf der Solo- und Zweispieler-Seite gibt es weniger Aktionsmöglichkeiten, damit man sich auch hier in die Quere kommen kann.

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Gewächshäuser und Gemüsekisten

Reykholt zählt hierbei zu den Wohlfühlspielen. Ich kann immer etwas machen und kann mich eigentlich nicht so recht ins Abseits schießen. Das wird natürlich durch das Thema und das wertige Material unterstrichen. Die Gestaltung finde ich sehr gelungen. Auch angenehm aufgefallen ist mir die Spielzeit. Das kann ich aber nur unter Vorbehalt beurteilen, da ich es bisher nicht mit mehr als zwei Spielern gespielt habe. Es spielt sich flüssig und schnell. Keine Partie dauerte länger als 45 Minuten. Ich bin auf den Solo-Modus und den kleinen mitgelieferten Story-Modus gespannt. Variabilität kommt ein wenig ins Spiel durch die unterschiedlichen Kartensätze der Spezialkarten, ähnlich wie bei „Agricola“. Hierbei finde ich einige Decks gut ausgewogen und andere wiederum belanglos.

Bisher ein solider Eindruck. Ich bin gespannt wie lange die Motivation anhält es auf den Tisch zubringen. Ich möchte endlich mal über den Tisch mit den fünf Salaten hinauskommen und möchte es unbedingt noch mit mehr als zwei Spielern testen.

2 Gedanken zu „Gemüseeintopf aus Island (Reykholt)“

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