Gruß aus der Küche (23.09.2018)

In der heutigen Ausgabe vom „Gruß aus der Küche“ vom 23.09.2018 sind einige unterschiedliche Gerichte serviert worden. Zu Beginn gab es ein Kochduell Mann gegen Mann im Puzzlespiel „Patchwork“. Danach ließen sich drei Köche bei „Mechs vs. Minions“ gehörig in die Suppe spucken. (Obacht: In der Spielbeschreibung und den Bildern sind Spoiler zu den Missionen enthalten) Zu guter letzt gab es bei „Startups“ ein Duell über vier Runden um Firmenanteile.

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Als Vorspeise duellierten sich zwei Köche mit dem reinen Zweispieler-Rezept „Patchwork“, 2014 von Uwe Rosenberg erschienen.

Patchwork_2

Ein schnelles Rezept mit einem wundervollen Puzzle-Mechanismus. Jeder puzzelt auf seinem Tableau die mit Knöpfen gekauften Flicken möglichst dicht beieinander. Der Spieler, der am Ende die meisten Felder belegt und die meisten Knöpfe gesammelt hat gewinnt. Die Runde begann sehr hoffnungsvoll für mich und ich konnte einige wertvolle Teile verpuzzeln. Leider verlor ich im weiteren Spiel dann dennoch den Anschluss und musste mich 26-1 geschlagen geben.

Patchwork ist als reines Zwei-Spieler-Spiel sehr gelungen. Als kleines schnelles Spiel lässt es sich auch gut auf Reisen mitnehmen. Es ist außerdem gut als Gateway-Game geeignet. Beim Warten auf einen weiteren Mitspieler war es ein schöner Zeitvertreib.


Achtung Spoiler!

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Als Hauptgang stürzten sich drei Köche auf ein gemeinsames Rezept. „Mechs vs. Minions“ geschrieben 2016 von Chris Cantrell, Rick Ernst, Stone Librande, Prashant Saraswat und Nathan Tiras. Am heutigen Abend wartete die zweite Mission.

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Jeder Spieler programmiert und steuert einen Mech. Gemeinsam versuchen die Spieler ein bestimmtes Missionsziel zu erfüllen. Die Minions versuchen einen durch ihre schiere Masse daran zu hindern. In der zweiten Mission gilt es drei Kristalle zu bergen und in die brennende Schule zu retten. Zudem darf man keinen Minion in die Schule lassen.

Zunächst gilt es Runde um Runde seinen Mech durch Auslegen von Befehslkarten auf seinem Kommando-Board zu programmieren. Jede Runde kommen potentielle Befehlskarten dazu.

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Kommandoboard mit Befehlskarten und einer Schadenskarte

Danach bewegt jeder Spieler seinen Mech und handelt sein Kommandoboard Zeile für Zeile ab. Im Anschluss bewegen sich die Minions und es erscheinen Neue. Diese versuchen die Schule zu stürmen und preschen ohne Rücksicht auf Verluste vorwärts.

Mech vs. Minions ist ein tolles Klamauk-Spiel. Ich spiele selten kooperative Spiele, aber dieses hat es mit sehr angetan. Das Auswählen der Kommandokarten erfolgt auf Zeit und kann schonmal hektisch werden. Das anschließende Programmieren ist die Vorbereitung zum totalen Chaos. Jeder Spieler handelt seine Befehlszeilen nacheinander ab. Dadurch läuft er über das Brett, zerstört Minions aber verschiebt auch andere Mechs. Diese können im Anschluss ihre Befehle nicht mehr wie geplant durchführen, da der Startpunkt verändert wurde. Manchmal ein heilloses Durcheinander und wir haben selten so gelacht.

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Der Mech stellt sich einer Welle von Minions

Sollte man Schaden durch die Minions erhalten werden einige Befehlszeilen durch Schadenskarten überschrieben und machen das Chaos perfekt. In der zweiten Mission haben wir uns zu stark auf die Mitte konzentriert und leider am Ende einen Minion übersehen, der über die linke Flanke in die Schule gelaufen ist. Ärgerlich aber nicht schlimm. Wir werden auf jeden Fall ein weiteres Mal versuchen die Kristalle zu bergen. Bisher gefällt uns Mech vs. Minions nämlich ausgesprochen gut.


Startups_1

Als Nachspeise folgten vier Runden „Startups“, 2017 von Jun Sasaki geschrieben. Ein kartenbasiertes Spiel um Firmenanteile. Es gibt sechs verschiedene Firmen. Pro Firma gibt es eine unterschiedliche Anzahl von Karten dieser Firma (sechs bis zehn). Derjenige der am Ende die meisten Karten einer Firma besitzt bekommt Geld von den Spielern, die weniger Anteile besitzen.

Startups_2

Ein kleines gemeines Spiel in dem man gut taktieren muss. Da zu jedem Zeitpunkt drei Karten bei jedem Spieler geheim auf der Hand sind, diese aber am Ende zu den Firmenanteilen dazugerechnet werden, kann man sich selten sicher sein ob man tatsächlich auch die Mehrheit der Anteile hält. Zusätzlich um die Unsicherheit noch zu erhöhen werden zu Beginn 5 Karten ungesehen aussortiert. Das Spiel lässt Raum für viele Taktiken, die wir sicherlich noch nicht alle ergründet haben.

Über vier Runden war Startups einfach zu lang, für das was es sein will. Es ist eigentlich ein guter Absacker. Die vier Runden haben sicherlich Spaß gemacht, zogen sich aber zum Ende hin etwas. Wir werden es sicherlich wieder spielen, dann aber nur eine Runde.

Alles in Allem ein leckerer Abend!