Gut bürgerliche Küche (Die Tavernen im Tiefen Thal)

Autor: Wolfgang Warsch

Illustrationen: Dennis Lohausen

Verlag: Schmidt Spiele

Taverne klingt gut und der Ortsname Tiefenthal auch. Ich assoziiere sofort eine lange Wanderung durch moosbewachsene Schluchten mit einer anschließenden Einkehr bei dunklem Brot und hellem Bier. Der Titel, der Ende März bei dem Verlag Schmidt-Spiele herauskommen soll, hat mich neugierig gemacht.

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Das Cover sieht schonmal super aus.

Thematisch sind wir Tavernenbesitzer in besagtem Örtchen und möchten möglichst viele Kunden bewirten, um Siegpunkte zu sammeln. Das Spiel enthält insgesamt 5 Module, die die Spielregeln verändern und auch die Siegbedingungen. Mal müssen wir unsere Taverne möglichst weit ausbauen ein anderes Mal möglichst viele Eintragungen in seinem Gästebuch haben.

Die beiden Kernmechanismen, die zugrunde liegen, sind Dice-Placement und Deckbuilding. In insgesamt acht Runden – unterteilt zu je sieben Phasen – werden Würfel geworfen und auf den einzelnen Aktionsfeldern verteilt. Vorher jedoch werden vier der Würfel eines jeden Spielers gedraftet. Das bedeutet, dass sich jeder Spieler einen der vier Würfel nimmt und die restlichen drei seinem linken Nachbarn weiter reicht. Dieser sucht sich erneut einen Würfel aus und gibt die restlichen zwei weiter und so weiter.

49351_Inhalt

Im Bereich des Deckbuilding-Mechanismus können – in Form von Karten – Gäste angeworben werden oder die Taverne mit zusätzlichem Personal und Interieur verstärkt werden. Verbesserungen kosten allerdings Dublonen und haben zum Ziel, mehr Bier pro Runde zur Verfügung zu haben. Mit dem Bier können Gäste (auch Adlige) angelockt werden, die wiederum Dublonen einbringen. Adligen bringen zudem am Ende noch Siegpunkte.

Ein kleines Detail hat mich stutzig gemacht: Die Ressourcen Bier und Dublonen existieren nur virtuell. Sobald die Aktionen der eingesetzten Würfel ausgelöst werden und man die entsprechenden Würfel zurückgenommen hat, muss man sich merken, wie viele Dublonen und/oder Bier man dadurch erhält. Das könnte zu Verwirrung führen. Na klar, jeder ist in der Lage sich so etwas zu merken, aber wenn ich ehrlich bin, werden in solcherlei Spielen häufig mal Aktionen verändert oder zurückgenommen und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich hier mal schnell rechnerisch verhauen kann. Dazu kommt, dass man die Ressourcen jederzeit nach Erhalten ausgeben kann. Das Nachhalten über die bereits eingesetzten Ressourcen wird schwierig. Speichern darf man pro Runde nur eine kleine Anzahl an Dublonen und Bier. Ich bin gespannt, wie sich dieser Punkt auf das Spiel auswirkt.

Jeder Spieler bekommt ein eigenes Tavernen-Tableau, dass aus mehreren Puzzle-Teilen besteht. Die Puzzleteile sind Anbauten, die im Laufe des Spiels verändert und ausgebaut werden können. Solche Gimmicks finde ich immer super. Wolfgang Warsch ist letztes Jahr mit einigen Spielen gut durchgestartet und ich bin sehr gespannt auf sein neues Werk. Thematisch holt mich „Die Tavernen im Tiefen Thal“ voll ab und die Illustrationen von Dennis Lohausen sind sehr stimmig. Ich freue mich auf das Release.

Hier könnt ihr euch bei Schmidt-Spiele weitere Informationen zu „Die Tavernen im Tiefen Thal“ anschauen und auch die Spielregeln ansehen.

Die Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung von Schmidt-Spiele verwendet.

4 Gedanken zu „Gut bürgerliche Küche (Die Tavernen im Tiefen Thal)“

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