Kantinenessen (Ground Floor 2. Edition)

Spieldesign: David Short

Illustrationen: Harald Lieske

Verlag: Spielworxx

Aufbruchstimmung bei der Würfelsuppe. Wir haben eine Partie Ground Floor zu zweit absolviert. Wir spielen ein junges Unternehmen, dass sich am Markt beweisen muss und dessen Bürogebäude noch wachsen muss. Wir haben zu Beginn nur ein kleines Unternehmen und wollen unsere Büros umbauen und neue Etagen anbauen. Hierzu brauchen wir Geld und die andere Ressource Info. In einer Art Worker-Placement-Mechanismus verteilen wir Zeiteinheiten der einzelnen Mitarbeiter auf Aktionsfeldern. Diese gibt es auf jedem Spielertableau und auf dem Haupt-Spielbrett. Im Laufe des Spiels können wir noch weitere Mitarbeiter anwerben, die wieder neue, zu verteilende Zeiteinheiten, mitbringen.

Spielertableau mit wachsendem Bürogebäude

Was mir in der Erstpartie besonders gut gefallen hat, ist die schöne Verzahnung der Mechanismen. Es gibt eine Planungs-Phase, in der alle Spieler, in der Spielerreihenfolge, ihre Zeiteinheiten verteilen. In der Ausführungsphase werden die einzelnen Aktionsfelder nacheinander abgehandelt. Hierbei kommt es aber nicht mehr auf die Spielerreihenfolge an, sondern auf die Reihenfolge, in der die Zeiteinheiten auf das Aktionsfeld gelegt wurden. Eine schöne Form der Interaktion, die eine Konkurrenz um die besten Plätze auf den Aktionsfeldern auslöst.

Variabilität kommt durch die Konjunkturprognose ins Spiel. In jeder Runde ändert sich die Konjunktur und beeinflusst, wie viele Waren überhaupt verkauft werden können und wie die Börse beeinflusst wird. Dabei kann nur grob abgeschätzt werden, wie die Prognose für die nächste Runde wird und wie viele Waren verkauft werden. Es gibt vier verschiedene Konjunkturstufen: Depression, Rezession, Stabil und Boom. Es gibt 20 Konjunkturkarten und davon werden pro Spiel zehn zufällig ausgesucht. Da das Spiel nur über sieben Runden geht, kommen drei der ausgewählten Karten gar nicht ins Spiel. Das macht jede Partie sehr variabel.

Die vielen unterschiedlichen Wege und möglichen Strategien haben mir gut gefallen. Selbst im Zwei-Spieler-Spiel kam eine gute Portion Interaktion dazu. Ich glaube aber, dass Ground Floor erst mit mindestens drei Spielern sein volles Potential entfalten kann. Bisher ist Ground Floor eine tolle Überraschung. Hier werden auf jeden Fall noch weitere Partien folgen.

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