Le Viandier (Architekten des Westfrankenreichs)

Spieldesign: Shem Phillips, S J Macdonald

Illustrationen: Mihajlo Dimitrievski

Verlag: Garphill Games, Schwerkraft-Verlag

Die Architekten des Westfrankenreichs ist ein mittelalterliches Rezept für einen bis fünf Spieler. In unserer ersten Partie haben wir uns zu dritt daran versucht. Als Architekten wollen wir unseren König durch den Bau verschiedener Gebäude beeindrucken. Zusätzlich können wir uns noch einen Namen durch die Beteiligung am Bau der Kathedrale machen. Letztendlich streben wir aber nach den meisten Siegpunkten, um die Partie zu gewinnen.

Durch einen Worker-Placement-Mechanismus arbeiten wir verschiedene Aktionen auf dem Spielbrett ab. Wir können uns Rohstoffe und Geld sichern, Gesellen anwerben und ganz klassisch die diversen Rohstoffe auch umtauschen. Um an die benötigten Rohstoffe zu kommen, können wir auch auf dunklen Pfaden wandeln und uns auf dem Schwarzmarkt Rohstoffe holen oder das Steueramt beklauen.

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Darunter leidet unser Ruf. Um an der Kathedrale mitzubauen wird allerdings ein gewisses Maß an Ruf benötigt. Dann müssen sich die zwielichtige Gesellen eben auf die anderen Gebäude konzentrieren.

Besonders hervorheben möchte ich das Prinzip, wie man seine Arbeiter zurückbekommt. Eingesetzte Arbeiter verbleiben auf dem Spielbrett. Auf dem Markt, kann man Trupps anwerben, die gegnerische Arbeiter gefangen nehmen können. Diese werden dann auf dem eigenen Spielertableau gelagert, bis man sie an den Wachturm verkauft oder der Gegner sie freikauft. Die auf dem Markt gekauften Trupps können auch die eigenen Arbeiter „gefangen nehmen“. Diese wandern dann einfach aufs eigene Spielertableau zurück und sind ab sofort wieder einsatzbereit. Das ist zugegeben sehr unthematisch, aber ein wirklich pfiffiger Mechanimus. Viele Aktionen werden umso stärker, je mehr eigene Arbeiter auf dem Feld stehen. Wird jemand zu gierig und sammelt Arbeiter auf einem bestimmten Feld, dann lohnt es sich diese in einem Rutsch alle gefangen zu nehmen.

Siegpunkte bekommt man für das Bauen an der Kathedrale, eigene Gebäude und für einen guten Ruf. Die Plätze an der Kathedrale sind begrenzt. Daher ist hier Eile geboten. Durch den oben beschriebenen Mechanismus kommt eine schöne Portion Interaktion ins Spiel. Das hat mir gut gefallen. Begeisterungsstürme kamen bei unserer ersten Partie allerdings nicht auf. Es hat mir aber besser gefallen, als „Räuber der Nordsee“, das auch von Shem Phillips designed wurde. Es fehlt mit aber etwas, um es aus der Masse herausstechen zu lassen. Es ist aber auch nicht schlecht. Nach der ersten Partie halte ich es für ein grundsolides Spiel mit Möglichkeiten nach oben. Ich möchte hier auf jeden Fall noch ein paar Partien dranhängen, Strategien ausprobieren und den Solo-Modus austesten. Vielleicht zündet es ja noch.

Ein Gedanke zu “Le Viandier (Architekten des Westfrankenreichs)”

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