Würfel Allerlei

Hallo liebe Brettspielfreunde,

wisst ihr was mich wirklich nervt. Diese ganzen Zip-Tüten in den Spieleschachteln. Dieses Plastikgefuddel finde ich wirklich nicht schön. Mit Inlays konnte ich mich bisher auch nicht wirklich anfreunden. Weder die, die man selbst zusammenbauen kann, noch die anderen, die teilweise schon in den Spielschachteln enthalten sind. Spätestens wenn man die Karten sleeven möchte, passen die Karten meistens nicht mehr in das Inlay. Ich entsorge mittlerweile die Inlays und hatte zunächst fast das ganze Spielmaterial in Zip-Tüten gepackt. Dann bin ich auf eine Internetseite aufmerksam geworden, auf der erklärt wurde, wie man ganz simpel eine kleine Schachtel aus Papier falten kann.

Ground Floor (2. Edition) fast Zip-Tüten frei

Der erste Versuch bestätigte: Das ist wirklich simpel. Mittlerweile habe ich angefangen sämtliche Zip-Tüten aus den Spieleschachteln auszusortieren und das Material in den kleinen Schachteln zu verstauen. Das Falten ist schon etwas Arbeit aber entspannt zusätzlich noch. Das Ergebnis sieht nicht nur super aus, die Spiele lassen sich auch viel schneller auf- und abbauen. Schachtel auf den Tisch gestellt, Deckel abnehmen und los geht es.

Dann bin ich noch auf einen super Tipp von der Brettspielpoetin gestoßen. Die gesleevten Karten einfach mit Bondage-Tape umwickeln. Gummibänder schneiden zu sehr in die Sleeves ein. Das Bondage-Tape haftet nur an sich selbst und greift die Sleeves nicht an. Vor dem Spiel abwickeln und nach dem Spiel wieder umwickeln. Klappt bisher einwandfrei. Und Bondage-Tape gibt es auch in verschiedenen Farben. Astrein.

Menü der Woche

Apertif: Ruchlos

Wir haben zu dritt Ruchlos gespielt. Nähere Infos zu dem Spiel gibt es im Ersteindruck. Dies war meine erste Partie zu dritt. Hat uns unterhalten. Angenehme Spieldauer mit einer geringen Downtime. Dazu gibt es einen schönen Ärgerfaktor. Man kann Gegner zwingen Karten oder Münzen abzuwerfen. Stimmiges Material. Passt. Ich konnte die Partie souverän 18-13-13 für mich entscheiden.

Hauptgang: K2

Der All-Time-Klassiker. Wieder ein packendes Duell um den Gipfelsturm. Wir haben auf der Winterkarte mit Winterwetter gespielt. Mein Freund preschte mit einem Bergsteiger sofort nach vorne und musste leider mit diesem kurz vor dem Gipfel, aufgrund einer Schlechtwetterfront, wieder absteigen. Den zweiten Bergsteiger zog er dann noch bis auf die Hälfte des Aufstieges nach. Ich baute mit meinem ersten Bergsteiger oberhalb von 6000 Metern mein erstes Zelt auf und holte dann Bergsteiger Nummer zwei nach. Dieser zog vorbei, baute oberhalb von 7000 Metern das zweite Zelt auf und schaffte es ebenfalls nicht ganz auf den Gipfel. Mir fehlte ein müder Akklimatisationspunkt. Nur ein Punkt. Krass wie spannend die Partie wieder war. K2 ist wirklich ein super Spiel. 14 -12 stand es am Ende

Dessert: Welcome to your perfect Home

Wir haben zu dritt gespielt und hatten unter anderem ein Sonderziel, in dem wir fünf Briefkästen verbauen müssen. Natürlich muss man dann auch die Punktabzüge hinnehmen. Immerhin gab es für das Ziel ordentlich Punkte, sollte man dieses als erster erreichen. Ich spielte schnell auf dieses Ziel hin, um die Partie zu einem frühen Ende zu bringen. Keiner meiner Mitspieler spielte daraufhin auf dieses Ziel. Und es ging leider in die Hose für mich. Ich konnte das Spiel zwar früh beenden aber die Minuspunkte zogen mich dann doch zu weit runter. Ich wurde Letzter mit 58 Punkten. Davor kamen meine Mitspieler mit 63 und 72 Punkten. Trotzdem ein klasse Absacker.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und einen guten Appetit!

Würfel Allerlei

Hallo liebe Brettspielfreunde,

letzte Woche gab es einiges an Spieleabenden. Die Spiele oder Partien, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, habe ich im Menü der Woche aufgelistet.


Ein schönes Bild erreichte mich von meinem Bruder, dem ich aus Spaß zum Start des Blogs und als Messe-Gag ein T-Shirt geschenkt hatte.

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Ihr seht, wenn ihr artig eure Würfelsuppe esst, dem Blog und Podcast folgt und vielleicht ab und zu mal trainieren geht, dann macht euch das verdammt stark. Vielen Dank Alex für das Bild. Starke Pose meen Jung!


Jerry und ich möchten anlässlich der Minibackofenaktion (siehe Würfelallerlei aus dem Dezember) ein Treffen im Sommer hier in Hattingen organsieren. Dazu laufen gerade die Planungen an. Sobald es genauere Details gibt, schreibe ich natürlich.


Neuerwerbungen:

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Ruchlos von Roland MacDonald hat es ins Regal geschafft. Ich hoffe es sobald wie möglich mal auf den Tisch zu bringen. Ich hatte bisher nur eine Probepartie auf der Messe in Essen gespielt.

Menü der Woche:

Apertif: Welcome to your perfect home

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Ich habe mich mit meiner Frau wieder an Welcome to your perfect Home gesetzt. Dieses mal haben wir die erweiterten Ziele gespielt. Das Sammeln von einzelnen Siedlungsblocks ist zwar gut aber durch die anderen Siegbedingungen kommt nochmal eine schöne neue Komponente ins Spiel. Dieses mal haben wir auch zum ersten Mal die Briefkästen richtig gespielt. Da hatten wir noch einen Regeldreher drin. Macht auch nach der zehnten Partie immer noch Spaß und spielt sich auch zu zweit sehr gut. Die Dauer einer Partie ist zu zweit mit 15 Minuten genau richtig. Kann man trotz eines anstrengenden Arbeitstages abends mal schnell noch spielen und hat auch nicht soviel Aufbaugedöns. An einem längeren Spieleabend kann man es auch durchaus als Absacker oder Aufwärmer spielen. Bleibt erstmal in der Sammlung und der Block wird bestimmt noch leer.

Hauptgang: Reykholt

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Nach mehrfachen Partien zu zweit hatte sich Reykholt bereits etwas abgenutzt. Mir kam es so vor, als ob ich ein wenig gespielt werde und nicht so frei in meinen Entscheidungen bin, wie ich das nach den ersten Partien in Erinnerung hatte. Diese Woche folgte dann mal wieder eine Partie zu dritt. Die hat mich aber wieder echt angestachelt. Zu dritt und mit fast den vollen Aktionsmöglichkeiten haben sich ganz neue Ansätze ergeben. In den Partien zu zweit hatte ich immer auf vier Gewächshäuser aufgestockt und die am Ende zum Weiterziehen auf den Tischen abgegeben. In der Partie zu dritt gibt es Möglichkeiten, auch mehrere Gewächshäuser pro Runde zu bekommen. Obwohl ich knapp verloren habe, hat mir die Partie wieder richtig Spaß gemacht. Ich würde bisher sagen, zwei Spieler ist okay aber der Sweet-Spot liegt bei mindestens drei Spielern. Auch einige Service-Karten entfalten ihre volle Stärke erst ab drei Spielern. Ich muss mir wirklich mal den Story-Modus vornehmen.

Dessert: Startups

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Ein Dauerbrenner bei uns. Zwei Partien zu dritt waren schnell gespielt. Das besondere an Startups ist, dass sich jede Partie anders entwickelt. Man weiß nie wann man anfangen sollte Karten zu sammeln und vor allem welche Sorte. Vielleicht hat der Gegner bereits mehrere davon auf der Hand. Oder vielleicht wurden davon schon vorab einige aussortiert. Geringe Downtime, schneller Spielfluß und eine tolle Interaktion. Startups macht da einiges richtig und ist bisher mein Lieblingsspiel von Oink-Games.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und einen guten Appetit!

Würfel Allerlei

Hallo liebe Brettspielfreunde,

Heute ist der vierte Advent. So richtig in Weihnachtsstimmung bin ich allerdings noch nicht. Es gab einfach zu viel zu tun in der Vorweihnachtszeit. Eigentlich wie jedes Jahr. Ich nehme mir jedes Jahr aufs neue vor die Weihnachtszeit etwas unstressiger zu gestalten aber am Ende klappt es doch nicht. Die nächsten Tage wird hoffentlich etwas Ruhe einkehren.

Den Podcast habe ich im November und Dezember etwas vernachlässigt. Das hatte aber zwei gute Gründe. Ich hatte zunächst einen Gastauftritt bei Solo Manolo, mit dem ich über Blackout Hongkong gesprochen habe und jetzt vor kurzem einen Gastauftritt bei den Brettagogen, wo ich bei einem Teamteaching, mit den Themen Holding on – The troubled life of Billy Kerr, Palliativmedizin, Sterben und Tod dabei sein durfte. Vielen lieben Dank an dieser Stelle. Die Gastauftritte haben mir riesig Spaß gemacht. Die Thematik bei den Brettagogen war recht ernst aber daraus ist eine tolle Unterhaltung geworden. Ich kann auch von berufswegen als Arzt nur immer darauf hinweisen sich mit solcherlei Themen wie Patientenverfügungen etc. frühzeitig zu beschäftigen. Fragen zu den Themen könnt ihr mir gerne stellen. Ich werde sie nach bestem Gewissen beantworten oder falls ich euch nicht weiterhelfen kann, an entsprechende Stellen vermitteln.

Hier die Links zu den einzelnen Episoden:

Solo Manolo: Folge 12 Schwarzmalerei

Brettagoge: #89 Ummanteltes Flockenlesen – Teamteaching

Ich hoffe zwischen den Jahren noch eine Dezember-Episode aufnehmen zu können. Des Weiteren habe ich mich entschlossen, den Podcast in einem monatlichen Episoden-Format zu veröffentlichen.

Auch bedanken möchte ich mich bei allen Menschen die fleißig gespendet haben. Auf meiner Laufrunde hatte vor ein paar Wochen jemand seinen Minibackofen auf einer Rastbank entsorgt. Das hatte mich so sehr geärgert, dass ich den Backofen fotographiert und das Bild auf Twitter und Facebook veröffentlicht habe.

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In einer spontanen Aktion, nachdem ich das Foto gepostet hatte und nach einer Idee von Cellspader, der das tägliche Aufstehrätsel auf Twitter moderiert, habe ich die Rechte an dem Bild versteigert. Letztendlich wurde das Bild für 60 Euro verkauft. Zudem kam über Einzelspenden eine Summe von 262 Euro zusammen. Das Geld ging noch am gleichen Tag an NABU. Der Minibackofen wurde natürlich fachgerecht auf dem Wertstoffhof entsorgt. Vielen Dank nochmal. Ein gutes Beispiel wie ein soziales Netzwerk viel Gutes tun kann.

Das Menü der Woche:

Apertif: Welcome to your perfect home

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Ein wirklich einfaches Spiel. Ich habe mich nur sehr über die deutsche Anleitung geärgert. Sehr unverständlich geschrieben. Mittlerweile habe ich fünf Partien gespielt und gestern immer noch einen Regelschnitzer entdeckt. Schade, denn Welcome to your perfect home macht mir viel Spaß. Ein Reveal-and-Write-Spiel, dass noch in jeder Spielerzahl gut funktioniert. Bisher habe ich nur die Basisversion ausprobiert, aber das wird sich noch ändern. Ich bin auf die Langzeitmotivation gespannt und ob der Block noch leer wird.

Hauptgang: Architekten des Westfrankenreiches

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Mit dem Thema Mittelalter kriegt man mich immer. Ein schöner Worker-Placement-Mechanismus mit vielen Möglichkeiten Siegpunkte zu generieren. Tolle Interaktionsmöglichkeiten über das Gefangennehmen von gegnerischen Arbeitern. Gefällt mir persönlich besser als Räuber der Nordsee, welches ebenfalls von Shem Phillips designed wurde. Ich bin sehr auf den Solo-Modus gespannt.

Dessert: Entfällt dieses Mal. Ich habe eh schon genug Kekse gegessen. 🙂

Ich wünsch euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein paar ruhige Tage im Kreise der Familie. Spielt was Schönes und kocht was Leckeres. Wir lesen und vielleicht hören uns auch vor Silvester nochmal.

Guten Appetit!